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10 Jahre Umgebindehausstiftung

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10 Jahre Umgebindehausstiftung

Stiftungsangebote

Stiftungsangebote Förderung Sonderkreditprogramm Umgebindehaus der SparkaSSen Seit 2004 haben Käufer und Bauherren die Möglichkeit, zinsgünstige Darlehen der Kreissparkasse Bautzen und der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien für den Kauf oder die Sanierung von Umgebindehäusern zu erhalten. Die Kreditsumme pro Objekt ist dabei auf 100.000 Euro begrenzt. Die Stiftung Umgebindehaus kooperiert mit den Sparkassen und bietet Kaufinteressenten oder Sanierungswilligen kostenlose Erstberatungen zu denkmalpflegerischen und bauhistorischen Besonderheiten der Häuser an. Von 2004 bis 2013 führte die Stiftung Umgebindehaus über 320 Bauberatungen allein in Verbindung mit dem Sonderkreditprogramm durch. Dabei stieg die Zahl der Beratungen von 2012 bis 2013 sprunghaft von 33 auf 57 an. Bislang haben zahllose Umgebindehausbesitzer von der Sonderfinanzierung profitiert. Insgesamt stellten die Kreissparkasse Bautzen und die Sparkasse Oberlausitz- Niederschlesien seit 2004 in diesem Programm ein Kreditvolumen von über 6,0 Mio. Euro zur Verfügung. Kontakt: Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, Frauenstraße 21, 02763 Zittau www.sparkasse-oberlausitz-niederschlesien.de Immobilien-Center Löbau, Tel.: 03585 / 460-203 Immobilien-Center Neugersdorf, Tel.: 03586 / 408-4151 Immobilien-Center Zittau, Tel.: 03583 / 603-266 o. -268 Kreissparkasse Bautzen, Kornmarkt 1, 02625 Bautzen www.ksk-bautzen.de Anke Mierisch - Baufinanzierungsberaterin Tel.: 03591 / 356-824 So gelungen könnte auch ihr Umgebindehaus nach der Sanierung aussehen. 60 Anzahl Bauberatungen in Verbindung mit dem Sonderkreditprogramm 50 40 30 20 10 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 26

Kleinprojektförderung Mit der Kleinprojektförderung erfüllt die Stiftung seit Jahren eines ihrer Ziele, die fest in der Satzung verankert sind. Die vom Stiftungskapital ausgeschütteten Zinserträge fließen in diese Förderung ein. Somit konnten seit Bestehen der Stiftung über 80 Umgebindehäuser finanziell unterstützt werden. Es sind Zuschüsse, die vorrangig für die Instandsetzung geschädigter Originalbauteile von Umgebindehäusern gewährt werden. Über die Förderfähigkeit der einzelnen Objekte bzw. Maßnahmen wird gemeinsam mit dem Fachbeirat der Stiftung beraten und entschieden. Eines der ersten Sorgenkinder war der „Soritzer Sperlingshof“, der hier beispielgebend für viele andere Sanierungsobjekte stehen soll. Wer den alten Bauernhof durch die bröckelige Toreinfahrt oder das kleine, daneben liegende Schlupftor betritt, spürt einen Hauch längst vergangener Zeit. Die eichenen Torsäulen des großen Torbogens lassen bereits ein hohes Alter vermuten. Eine Granitplatte verrät das genaue Baujahr 1774 mit den Initialen M.S., die auf den damaligen Besitzer Martin Sperling hinweisen. Bereits in einer Veröffentlichung in der Bautzener Kulturschau im Jahr 1990 wünschte man sich den Erhalt dieses besonderen Hofes und eine Nutzung als kulturelle Begegnungsstätte. Der malerische Dreiseithof stand seit etwa 20 Jahren leer. Es gab Interessenten, aber viele schreckten der Bauzustand und die Größe des Hofes ab. Früher war das anders, die Wohn- und Wirtschaftsgebäude der bäuerlichen Anwesen wurden ständig genutzt. Im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts baute sich der damalige Bauer ein neues stattliches Wohnhaus – natürlich ein Umgebindehaus. Links neben der Toreinfahrt entstand um 1724 das mit seinem sehr steilen Satteldach auffallende „Ausgedingehaus“. Ein solches zusätzliches Haus zu errichten, in dem man die letzten Jahre des Lebens verbrachte, war für größere Bauernhöfe üblich. Bauzeitlich ist die Behausung demnach aus der Regierungszeit von „August dem Starken“ und zeigt den Unterschied zwischen Stadt und Land. Eine Besonderheit ist die original erhaltene „Schwarze Küche“ mit besteigbarem Rauchschlot. Von solchen aus Holz, Lehm und Stroh gebauten Schloten sind in der Oberlausitz nur noch etwa 9 Stück im Original zu finden. 1997 begann der Bauherr mit dringenden Sicherungsarbeiten am steinernen Erdgeschoss des ehemaligen Stallgebäudes. Das Fachwerk im Obergeschoss hatte man leider aus Sicherheitsgründen wegen der Straßennähe Anfang der 1990er Jahre entfernen lassen. Verblieben ist zum Glück ein beeindruckendes Gewölbe aus der Zeit nach 1845, das den gesamten ehemaligen Stall mit 7 Meter Breite Am Soritzer Umgebindehaus aus dem Jahre 1724 sieht man deutlich die Verwitterungsspuren. Lehmbauarbeiten und die Erneuerung von Holzbauteilen konnten im Rahmen der Kleinprojektförderung erfolgen. 27

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