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10 Jahre Umgebindehausstiftung

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10 Jahre Umgebindehausstiftung

Schirmherr und

Schirmherr und Stiftungsgründer Die GründungSStifter die KreissparkaSSe Bautzen, die SparkaSSe Oberlausitz-Niederschlesien, die Landkreise Bautzen und Görlitz (Rede von Frau Elke Bauch, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Bautzen, auf der Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen der Stiftung Umgebindehaus am 9. Mai 2014 in Neugersdorf) Nicht nur ein, zwei oder drei Umgebindehäuser, es ist die gesamte Umgebindelandschaft, die beeindruckt. Wenn ich Sie fragen würde: Was macht Ihrer Meinung nach eigentlich ein Umgebindehaus aus? Ist es die Blockstube, das Umgebinde, das Fachwerk? Oder ist es die Einzigartigkeit, die eine überregionale Ausstrahlung begründet? Ich behaupte, das Allerwichtigste und Wertvollste ist das Leben und Wirken im Umgebindehaus. Immer wieder ist es bewundernswert, mit welchem Engagement und welcher Liebe zum Detail viele der Häuser saniert und gepflegt wurden und werden. Da steckt viel Arbeit und persönlicher Einsatz dahinter. Es ist eine Lebensaufgabe und ohne Unterstützung kaum zu bewältigen. Die Überschrift der Pressemitteilung zur Gründung der Stiftung Umgebindehaus lautete: „Stiftung Umgebindehaus – Hilfe zur Selbsthilfe“. Genau das ist eine der Hauptaufgaben der Stiftung. Wer sich solch eines besonderen Hauses annimmt, braucht Hilfe. Nur die wenigsten können von sich behaupten, dass sie Denkmalpfleger, Architekt, Statiker, Handwerker oder Finanzierer in einem sind. Vielmals hat eine Beratung der Stiftung, die Vermittlung des richtigen Ansprechpartners oder auch eine finanzielle Unterstützung als Katalysator gewirkt. Nur wenn die Stiftung auch den Einzelnen unterstützt, trägt sie langfristig dazu bei, die einzigartige Umgebindelandschaft zu erhalten. Diese Argumente der damaligen Landkreise Löbau-Zittau und Bautzen überzeugten die Sparkassen der Oberlausitz, die Stiftung mitzugründen und auf dem Weg zu begleiten. Als Patenkind unter der Schirmherrschaft des damaligen Innenministers wurde die Stiftung Umgebindehaus im Mai vor 10 Jahren im Faktorenhof Eibau geboren. Arnd Matthes, von Anfang an dabei und Sven Rüdiger, diese beiden sind das Gesicht der Stiftung. Die Geschäftsstelle ist Anlaufpunkt für alle Ratsuchenden, Koordinierungsstützpunkt und nicht selten heißt es: Ärmel hoch und selbst mit anpacken. Ein ganz herzliches Dankeschön. Mit der Bürgerstiftung Dresden - wir sind Herrn Dr. Weidelener und Herrn Ripp zu Dank verpflichtet - lernte die junge Stiftung Umgebindehaus, noch etwas wacklig auf den Beinen, die ersten Schritte zu gehen. Dass sie genau in die richtige Richtung gelaufen ist, hat die Stiftung vielen Mitstreitern zu verdanken. Gestatten Sie mir, stellvertretend drei Mitstreiter ganz persönlich zu benennen: In Gedenken an Herrn Dr. Leunert - als Vorstandsvorsitzender trieb er mit seinem unermüdlichen persönlichen Engagement die Arbeit der Stiftung immer weiter voran. Frau Prof. Dr. Pohlack wirkt mit ihrer ganz persönlichen Beharrlichkeit und Konsequenz im Vorstand mit – stets das gemeinsame Ziel vor Augen. Herr Schwarzbach, Vorsitzender des Fachbeirates, begleitete die Stiftung von Anfang an intensiv mit. Ob die Mitglieder des Fachbeirates, von deren Fachwissen die Stiftung sehr profitiert, die enge Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege - im Laufe der Zeit ist die Zahl derer, die der Stiftung beim Erwachsenwerden geholfen haben, immer größer geworden. Partner wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die Deutsche Stiftung Denkmalsschutz waren und sind engagierte Wegbegleiter. Am Anfang selbst in unserer Region oft mit dem „Umgebindeland“ verwechselt, hat die Stiftung Umgebindehaus heute auch überregional einen Namen. Auch beim Ostdeutschen Sparkassenverband ist die Stiftung bekannt und wird unterstützt. So hat jüngst Herr Dr. Ermrich, unser Geschäftsführender Präsident, weitere Mittel für die Beseitigung von Hochwasserschäden zugesagt. Damit kann u.a. die Umsetzung des Hauses in der Ebersbacher Mühlstraße nach Neugersdorf auf das ehemalige Lautexgelände 6

mit realisiert werden. Zu den Spendern zählen viele weitere Unternehmen und Privatpersonen. Ob Geld- oder auch Sachspenden, wir als Stiftung wissen diese Zuwendungen zu schätzen und bedanken uns recht herzlich dafür. Dieses Miteinander vieler Beteiligter half der Stiftung beim Erwachsenwerden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine selbstständige Stiftung mit einem Kapital, das dank eines privaten Zustifters Ende letzten Jahres die Millionenmarke geknackt hat. Ich behaupte, die Stiftung ist erwachsen und flügge geworden und bezieht folgerichtig jetzt auch die ersten eigenen vier Wände. Ideen für die nächsten Projekte gibt es genug. Bauteilbörse, Bauteilsammlung, Unterstützung des Aufbaus einer Fachbibliothek, Jugendarbeit - um nur einige zu nennen. Die Stiftung Umgebindehaus wird auch in Zukunft helfen, Ideen in greifbare Wirklichkeit umzusetzen. Allen, die die Stiftung bisher unterstützt haben, sage ich herzlichen Dank. Bleiben Sie der Stiftung Umgebindehaus auch in Zukunft verbunden. Elke Bauch Stellv. Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Bautzen Kulturschätze der Oberlausitz Die Oberlausitz steckt voller Kulturschätze. Damit meine ich nicht nur die wunderschönen Städte, die interessanten Museen oder die vielfältige Kunstlandschaft, sondern vor allem die Umgebindehäuser im Dreiländereck Deutschland – Tschechien – Polen. Diese ganz besonderen Häuser geben dem Landstrich Konturen, seinen Charakter und seinen Charme. Die Umgebindehäuser sind wahre Wunderwerke aus Holz, Lehm und Stein. Sie sind markante Tupfer alter Volkskultur und von Liebhabern wiederentdeckte Traumhäuser in einer wundervollen Umgebung. Um diese historische Volksbauweise zu erhalten und zeitgemäß zu beleben, gründeten die Landkreise Bautzen und Görlitz im Jahr 2004 die Stiftung Umgebindehaus. Seitdem hilft die Stiftung beim Erwerb, der Sicherung und Instandsetzung von Umgebindehäusern, Schrotholzhäusern und ähnlichen Bauwerken. Rund fünf Millionen Euro sind mithilfe der Stiftung seitdem in den Kauf und die Sanierung von etwa 100 Umgebindehäusern geflossen. Neben Informationsveranstaltungen und wissenschaftlichen Untersuchungen rund um das Thema Umgebindehaus wurde ein Netzwerk aufgebaut, das bis nach Tschechien und Polen reicht. 2013 erfolgte ein wichtiger Schritt. Indem die Geschäftsstelle Umgebindeland in der Stiftung Umgebindehaus aufging, konnten Aufgaben weiter gebündelt werden. So finden der Tag des offenen Umgebindehauses sowie die Vergabe des Umgebindehauspreises für vorbildlich sanierte Objekte jetzt unter der Regie der Umgebindehaus-Stiftung statt. Mit der Internetseite Umgebindehausbörse soll der Leerstand verringert werden und Umgebindehäuser neue Eigentümer finden. Auch für die Zukunft werden große Ziele angestrebt, etwa die Aufnahme des Umgebindelandes auf die Welterbeliste der UNESCO. Für die weitere Arbeit und die Herausforderungen wünsche ich der Stiftung weiterhin viel Erfolg. Bernd Lange Landrat des Landkreises Görlitz 7

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