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Tourismuskonzeption 2015

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Tourismuskonzeption für die touristischen Regionen des Landkreises Görlitz

Tourismuskonzeption für die touristischen Regionen des Landkreises Görlitz Arbeitsphase 3: Erweiterung der Projektergebnisse auf die Euroregion und Erstellung der Konzeption Seit Projektbeginn standen die ENO und das dwif in regelmäßigem Kontakt mit dem tschechischen Partner Sdružení Českolipsko (Teilnahme an den Sitzungen der Steuerungsgruppe, Austausch per E-Mail). Mit der Gesprächsrunde in Česká Lípa und der Bereisung touristischer Orte und Attraktionen in der Region Českolipsko wurden die touristischen Akteure und Angebote explizit berücksichtigt. In der dritten Phase präsentierte das dwif erste Ergebnisse der Konzeption und diskutierte die Möglichkeiten und Herausforderungen grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Tourismus. II. Zentrale Stärken und Schwächen des Tourismus im Landkreis Görlitz Der vorliegenden finalen Version der SWOT-Analyse für den Tourismus im Landkreis Görlitz liegt ein Entwurf des dwif zugrunde, der die Erkenntnisse aus den Diskussionen und Gesprächen mit zahlreichen regionalen Akteuren berücksichtigt. Während der Zwischenbericht die Analyseergebnisse im Detail dokumentiert, beschränkt sich der Endbericht auf eine tabellarische Zusammenfassung der SWOT und eine Kommentierung der zentralen Aspekte. Der Übersichtlichkeit halber unterscheidet die Darstellung zwischen Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken in den Bereichen Rahmenbedingungen, Nachfrage, Angebot, Außenmarketing und Organisation. Besondere Lage, eingeschränkte öffentliche Erreichbarkeit, Fachkräftemangel Die Randlage des Landkreises Görlitz innerhalb Deutschlands bedeutet einerseits eine eingeschränkte öffentliche Erreichbarkeit. Dem gegenüber steht die Besonderheit, Teil des einzigen Dreiländerecks mit den Anrainerstaaten Deutschland, Tschechien und Polen zu sein. Dadurch können Urlauber während ihrer Reise unkompliziert mehrere Länder, Sprachen und Kulturen erleben. Aus der Sicht eines beispielsweise aus Süddeutschland anreisenden Gastes sind zudem attraktive Großstädte (Dresden, Prag, Breslau …) nicht weit entfernt und bieten die Möglichkeit, einen dortigen Besuch mit einem Aufenthalt im Landkreis Görlitz zu verbinden. Es gilt daher, die besondere Lage und die mit ihr verbundenen Chancen positiv zu kommunizieren und zu nutzen. Attraktive und kontrastreiche Naturräume wie der Naturpark Zittauer Gebirge und die Heide- und Teichlandschaft bilden eine weitere touristische Stärke des Landkreises, sind jedoch vielfach öffentlich nur schwer erreichbar. In Kombination mit der schlechten Bahn- und Busanbindung bedeutet dies eine geringere Attraktivität für Gäste, die keinen eigenen PKW besitzen oder während des Urlaubs auf diesen verzichten möchten. Als problematisch erweist sich darüber hinaus der Fachkräftemangel, der im schlimmsten Fall zum Wegfall touristischer Angebote führt. Der demografische Wandel und der Rückgang jüngerer und erwerbsfähiger Personen im Landkreis Görlitz werden diese Lage weiter verschärfen. Für die touristische Nachfrage bedeutet der demografische Wandel eine wachsende Bedeutung der Senio- - 5 -

Tourismuskonzeption für die touristischen Regionen des Landkreises Görlitz ren bei Urlaubsreisen. Somit sind eine geringere Saisonalität sowie Zuwächse beim Kultur-, Natur- und Gesundheitsurlaub zu erwarten. 2 Görlitz als übernachtungsstärkster Ort; im Landkreis unterdurchschnittliches Wachstum Auch wenn sich die touristische Nachfrage im Landkreis Görlitz laut amtlicher Statistik 3 insgesamt positiv entwickelt, wird im Vergleich zum Reisegebiet Oberlausitz-Niederschlesien, zu Sachsen, Ostdeutschland und Deutschland die niedrige Dynamik deutlich. >Abb. 2 Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Übernachtungsgäste im Landkreis Görlitz liegt bei 2,8 Tagen (Oberlausitz- Niederschlesien: 2,9; Sachsen: 2,6). 4 Stark ausgeprägt ist die Saisonalität: Fast 40% der Übernachtungen im Landkreis Görlitz fanden im Jahr 2013 in den Monaten Mai, Juni und Juli statt, während das geringste Übernachtungsaufkommen in den Monaten Januar, Februar und November (insgesamt 13,4%) festzustellen ist. Abb. 2: Regionaler Vergleich der Übernachtungsnachfrage 2003-2013 (a) und übernachtungsstärkste Gemeinden des Landkreises Görlitz 2013 (b) (a) Regionaler Vergleich Übernachtungsnachfrage (ohne Camping; Index 2003=100) 130 120 110 Sachsen Deutschland Ostdeutschland Oberlausitz-Niederschlesien LK Görlitz 100 90 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 (b) Gemeinden des LK Görlitz mit den meisten Übernachtungen 2013 Görlitz Großschönau Jonsdorf Oybin Seifhennersdorf Olbersdorf Zittau Löbau Bad Muskau Bertsdorf-Hörnitz 82,2 63,8 59,4 43,9 39,6 38,5 37,2 34,8 absolut in Tsd. 2013* ggü. 2003 in % 253,8 +94 137,6 +15 -12 -17 -3 +81 LK Görlitz gesamt: +18,6% +4 +17 +161** +14 Quelle: dwif 2014, Daten Statistisches Bundesamt und Statistisches Landesamt Sachsen; *: 2013 inkl. Camping, **: Veränderung ggü. 2004 __________________________________________________________________________ 2 dwif-Consulting GmbH (dwif), Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH (NIT), TNS Infratest Shared Service GmbH & Co. KG. im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie: Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Tourismus und Schlussfolgerungen für die Tourismuspolitik. 2009. 3 Die Angaben zu Übernachtungen basieren auf Auswertungen der amtlichen Statistik und liefern somit keine hundertprozentige Datenerfassung, da dort lediglich Übernachtungen in Betrieben mit mehr als 10 Schlafgelegenheiten erfasst werden. 4 Amtliche Statistik des Statistischen Landesamtes - 6 -

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