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ZEITung FÜR HEIMAT

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Geschichten aus dem Unbezahlbarland, Liebe Leserinnen und Leser, sind Sie Frühaufsteher? Wenn ja, dann haben Sie hier im Unbezahlbarland die Chance, morgens als erste Menschen in Deutschland die Sonne zu sehen. Das mag für viele Außenstehende einzigartig klingen. Für uns ist es selbstverständlich.

Interview mit Sven Mimus

Interview mit Sven Mimus 34 ZEITung FÜR HEIMAT ZEITung FÜR HEIMAT 35 Interview mit Sven Mimus Das klang jetzt wieder sehr nach theoretischem Projektdeutsch. Geht es auch konkreter? — Natürlich. Wir haben in der ENO zehn neue Mitarbeiter eingestellt. Intern nennen wir die Gruppe unsere „Task Force“. Es beschreibt am besten ihre Aufgabe. Die Kollegen schwärmen aus und sammeln Ideen. Wie fleißige Bienen fliegen sie zu Bürgermeistern, Gemeindeverwaltungen, Forschungseinrichtungen, Institutionen und Unternehmen, um möglichst viele Anfragen, Wünsche, Visionen und Vorschläge zusammenzutragen. Daraus machen wir dann keinen Honig, sondern konkrete Projekte, die wir als Antrag zur Bewilligung einreichen. Seit Start der TaskForce im Mai haben wir fast 130 Projektvorschläge erfasst. Bei 61 davon haben wir sehr konkrete Gespräche und Beratungen durchgeführt. Und was ist dabei rausgekommen? — Berechtigte Frage. Im Juni wurden bereits 19 Projekte für den Landkreis Görlitz bewilligt. Am 3. November kamen acht weitere genehmigte Projekte dazu. Sieben davon haben wir aktiv begleitet. Aktuell arbeiten wir an 11 weiteren Projekten, die im kommenden Jahr eingereicht werden sollen. Einblicke in die Praxis von Strukturentwickler Uwe Garack: „Wie es mit großen Schritten vorangehen kann, sehen wir beim Verkehrslandeplatz Rothenburg. Nach vielen Überlegungen ging es mit dem großen, spannenden Projekt des Flugzeugrecyclings plötzlich ganz schnell. Im November landete der zweite Airbus in Rothenburg. Das war für alle ein tolles Erlebnis. Plötzlich steht man ganz nah an so einem Riesenflugzeug und weiß, dass es in wenigen Wochen zerlegt sein wird, dass die Einzelteile aufgearbeitet und wieder in Flugzeuge eingebaut werden. Und das auch noch klimaneutral. Damit das alles so reibungslos klappt, haben wir mit dem Landkreis und mit den Elbe Flugzeugwerken eng zusammengearbeitet. Wir waren ganz nah dran, als es konkret wurde. So wird in unserem Landkreis nun an der Weltspitze des Flugzeugrecyclings gearbeitet! Das ist beachtenswert. Damit kommen wir auch unserem Ziel, ein CO2-neutrales Gewerbegebiet zu etablieren, wieder ein großes Stück näher.” Und worum geht es in den Projekten? — Hier alles im Detail aufzuzählen, würde den Rahmen dieser Zeitung sprengen. Aber einen groben Überblick zu den inhaltlichen Schwerpunkten kann ich geben. So werden wir die Gesundheitswirtschaft im nördlichen Landkreis stärken und mit neuen strategischen Inhalten untersetzen. Das Thema Verkehr und Mobilität soll auch bei uns in der Region eine größere Rolle spielen. Schlagworte wie automatisiertes Fahren und Wasserstoff-Technologie geben hier eine Richtung vor. Einen hohen Stellenwert nehmen auch Vorhaben der Kreislaufwirtschaft, der Biotechnologie und der energetischen Nutzung von Pflanzenprodukten ein. Wir wollen eine Holzbauinitiative für die Oberlausitz ins Leben rufen und gemeinsam mit Forschungseinrichtungen im Dreiländereck daran forschen, wie wir den Kohlendioxidausstoß bei Industrieprozessen verringern können. Und natürlich werden auch die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus und die Gewinnung von Fachkräften wichtige Betätigungsfelder sein. Und wenn jetzt jemand eine geniale Idee hat, die er gern in diesem Prozess beisteuern möchte, kann er die Task- Force dann gezielt ansprechen? — Am einfachsten funktioniert der Kontakt per Mail: info@sichtwechsel-zukunft.de oder mit einem Anruf bei uns in der ENO: Telefon: 03581 329010. https://www.plusmimus.com